Der VENDOR-Generator im Entwicklungsparadigma elektrostatischer und impuls-resonanter Systeme: Von klassischen Prinzipien zu hybriden Technologien
Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung des VENDOR-Mehrfachentladungs-Puls-Resonanz-Systems im Rahmen der historischen und technologischen Entwicklung elektrostatischer und hochspannungsbasierter Generatoren. Obwohl das VENDOR-System mehrere elektrostatische Effekte nutzt, gehört seine Architektur zu hybriden Puls-Resonanz-Systemen, die über die klassische Definition eines elektrostatischen Generators hinausgehen. Die Analyse umfasst architektonische Prinzipien von klassischen Systemen (Wimshurst-Influenzmaschinen, Van-de-Graaff-Generatoren) bis hin zu modernen dielektrischen Wandlern und Hochspannungs-Puls-Resonanz-Plattformen. Die Studie argumentiert, dass die VENDOR-Architektur eine qualitativ unterschiedliche Lösung im Vergleich zu klassischen elektrostatischen Systemen darstellt, die auf verbesserte Regimestabilität und Umwandlungseffizienz durch eine parallele Mehrkanal-Struktur mit mehreren Resonanzpfaden und kontrollierten Entladungsschwellen abzielt.
Schlüsselwörter: Elektrostatische Generatoren, Puls-Resonanz-Systeme, Hochfrequenzelektronik, Resonanzschaltungen, Spektralsteuerung, Mehrfachentladungsarchitektur.
1. Einleitung
Elektrostatische und elektromechanische Generatoren nehmen einen besonderen Platz in der Geschichte der Elektrotechnik ein und repräsentieren eine fundamentale Klasse von Geräten zur Umwandlung verschiedener Energieformen in Elektrizität durch Akkumulation und kontrollierte Entladung elektrischer Felder. Über mehr als drei Jahrhunderte war die Entwicklung dieser Systemklasse durch ein kontinuierliches Streben nach verbesserter Effizienz, Betriebsstabilität und erweiterten Anwendungsbereichen gekennzeichnet.
Die moderne Phase der elektrostatischen Technologieentwicklung ist durch einen Übergang von mechanisch-induktiven Prinzipien zu elektronisch gesteuerten Hybridsystemen gekennzeichnet, die Resonanzphänomene in elektromagnetischen Schaltkreisen nutzen. In diesem Kontext wird das VENDOR-Mehrfachentladungs-Puls-Resonanz-System (geschützt durch Patent WO2024209235) als eine Architektur positioniert, die klassische elektrostatische Prinzipien mit Elementen des Hochfrequenz-Elektronik-Systemdesigns kombiniert.
Dieser Text verwendet den Begriff „Autonomie“ strikt im ingenieurtechnischen Sinne von Regimestabilität und Wartungsautonomie (langfristiger stabiler Betrieb mit geringer Wartung und reduzierter Abhängigkeit von häufigen Serviceereignissen). Er impliziert nicht Energie-Selbsterzeugung oder Energieerzeugung ohne externe Energiequelle. Die thermodynamische Konsistenz wird in Abschnitt 8.3 diskutiert.
2. Historisches Paradigma: Von mechanischen zu elektronischen Systemen
2.1 Übergangsperiode: Wimshurst-Influenzmaschinen (frühe 1880er Jahre)
James Wimshurst führte Anfang der 1880er Jahre eine weithin übernommene Influenzmaschinen-Architektur ein und präsentierte ein ausgereiftes Design für mechanisch angetriebene elektrostatische Ladungstrennung und -akkumulation.
Hauptinnovationen:
- Zwei rotierende Scheiben in entgegengesetzten Richtungen mit ähnlichen Winkelgeschwindigkeiten
- Alternierende Aufladung über Bürsten-Kollektor-Anordnungen basierend auf elektrostatischer Induktion
- Gegenseitige Induktion: Ladungsmuster auf einer Scheibe induzieren komplementäre Ladungsmuster auf der anderen
Vorteile der Mehrscheiben-Architektur:
Die Architektur ermöglichte signifikante Erhöhungen des erreichbaren Potenzials ohne proportionale Vergrößerung der Gesamtgröße. Große Laboreinheiten erreichten üblicherweise Zehntausende von Kilovolt bei relativer Kompaktheit. Ein operativer Vorteil war verbessertes Ladungsumverteilungsverhalten im Vergleich zu einfacheren Einscheiben-Designs, was die Empfindlichkeit gegenüber Störungen reduzierte.
2.2 Klassische Periode: Der Van-de-Graaff-Generator (1931)
Der Van-de-Graaff-Generator etablierte eine skalierbare Architektur zur Erzeugung sehr hoher elektrostatischer Potenziale, basierend auf mechanischem Transport elektrischer Ladung durch einen sich bewegenden dielektrischen Riemen zu einem großen Terminal.
Architektonische Merkmale:
- Ein dielektrischer Riemen (z.B. Seide oder Gummi), der zwischen zwei Rollen rotiert
- Terminal-Elektrode (Metallkugel) zur Ladungsakkumulation
- Bürsten-Elektroden zur Ablagerung und Sammlung von Ladung
- Luftionisation in der Nähe von Elektroden unterstützt den Ladungstransfer auf den Riemen
Betriebseffizienz und Einschränkungen:
Frühe Systeme produzierten hohe Potenziale von Hunderttausenden von Kilovolt bis zu Multimegavolt-Bereichen, abhängig von Design und Betriebsbedingungen. In Umgebungsluft bei atmosphärischem Druck setzen Corona-Einsatz und Oberflächenfeldverstärkung um das Terminal eine starke praktische Begrenzung, die von Geometrie, Luftfeuchtigkeit, Druck und Oberflächenfinish abhängt. Dies ist keine universelle „Obergrenze“, sondern eine dominierende Einschränkung für viele gängige Konfigurationen. Mechanischer Verschleiß von Riemen und Rollen erfordert ebenfalls periodische Wartung.
3. Zeitgenössische Periode: Elektrostatische Wandler und dielektrische Generatoren
3.1 Kapazitive elektrostatische Generatoren
Moderne elektrostatische Wandler arbeiten oft durch Modulation der Kapazität einer geladenen Struktur. Mechanische Arbeit, die gegen elektrostatische Kräfte verrichtet wird, kann in elektrische Energie umgewandelt werden, mit Ladungsumverteilung durch eine Last.
Zwei-Kondensator-Systeme:
In repräsentativen Architekturen nimmt eine Kapazität zu, während eine andere während der mechanischen Bewegung abnimmt, wodurch Ladungstransfer durch einen externen Schaltkreis angetrieben wird. Viele praktische Realisierungen erfordern eine anfängliche Vorspannung/Ladung oder einen Konditionierungsschritt zur Definition von Arbeitspunkten.
Umwandlungseffizienz:
Berichtete mechanisch-elektrische Umwandlungseffizienzen variieren stark und hängen von Geometrie, Verlusten und Last ab. Werte im Bereich von 70–85% werden manchmal für idealisierte oder optimierte Bedingungen zitiert, aber ingenieurtechnische Schätzungen müssen Annahmen und eingeschlossene Verlustkanäle spezifizieren.
3.2 Mikroelektronische elektrostatische Generatoren
Fortschritte in der Mikrofertigung haben elektrostatische Generatoren mit mikrometergroßen Verschiebungen ermöglicht. Solche Systeme werden typischerweise als Energy Harvester verwendet und können Vorspannung, Leistungsmanagement und sorgfältige Impedanzanpassung erfordern.
- Niedrige mechanische Erregungsschwellen (Erzeugung mit mikrometergroßen Verschiebungen)
- Spezifische Leistung oft von Mikrowatt bis Milliwatt berichtet, abhängig von Betriebsregimen
- Energiedichte-Ansprüche auf Systemebene erfordern explizite Randbedingungen und Verlustbilanzierung
- Parallele Integration mehrerer Einheiten wird üblicherweise verwendet, um nutzbare Leistungsniveaus zu erhöhen
4. Hochspannungs-Puls-Resonanz-Systeme: Theoretischer Übergang zu VENDOR
4.1 Pulsentladungssysteme
Hochspannungs-Pulssysteme repräsentieren eine Zwischenklasse zwischen klassischen elektrostatischen Maschinen und modernen gespeicherten-Energie-Kontrollsystemen. Ein gemeinsames Betriebsprinzip ist die Akkumulation von Energie in kapazitiven Elementen, gefolgt von kontrollierter Entladung durch definierte Kanäle, wobei Timing und Impedanzformung zur Verwaltung von Verlusten und Spektralinhalt verwendet werden.
4.2 Resonanzschaltungen in der Hochfrequenzelektronik
LC-Resonanznetzwerke sind zentral für viele Puls-Resonanz-Architekturen. Sie ermöglichen:
- Verbesserten Energietransfer in der Nähe ausgewählter Resonanzfrequenzen
- Reduzierte Transienten-Verluste durch Impedanzformung
- Spektrale Selektivität (Betonung bestimmter Frequenzkomponenten)
- Verbesserte Regimestabilität unter Parametervariationen innerhalb definierter Margen
5. VENDOR: Architektur des Mehrfachentladungs-Puls-Resonanz-Systems
5.1 Strukturelle Systemkomponenten
Der VENDOR-Generator wird als Mehrkanal-Architektur beschrieben, die sich von klassischen Einweg-Elektrostatikmaschinen und von Einresonator-Pulssystemen unterscheidet. In einer repräsentativen Implementierung arbeiten mehrere Entladungskanäle parallel. Jeder Kanal kann umfassen:
- Einen Energiespeicher-Kondensator (wie in Patentzeichnungen und -beschreibungen referenziert)
- Einen Resonanzpfad (LC oder effektives Resonanznetzwerk) zur Frequenzbereichsformung
- Eine Gleichrichtungs-/Extraktionsstufe zur Lieferung von gespeicherter und konditionierter Energie an einen Ausgangsbus
- Kontrollierte Entladungsspalte oder Schaltschwellen
5.2 Mehrfachentladungs-Parallelarchitektur
Eine Schlüssel-Designabsicht ist Parallelisierung anstelle sequenzieller Schaltung. In praktischer Hardware können Kanäle immer noch parasitäre Kopplung zeigen (Kapazität, Induktivität, Masserückführung, EMI). Daher wird die Architektur besser beschrieben als darauf ausgelegt, Kopplung zu minimieren und zu verwalten über Layout, Abschirmung, Impedanzkontrolle und Schwellenkoordination.
Funktionale Vorteile (Designabsicht):
- Kanalunabhängigkeit (verwaltete Kopplung): Reduzierte Empfindlichkeit gegenüber Einzelkanal-Störungen
- Modulare Skalierung: Leistungsskalierung durch Hinzufügen von Kanälen mit definierten Integrationsregeln
- Schwellendiversität: Verwendung mehrerer Zündschwellen (z.B. 2.0 kV, 2.5 kV, 3.1 kV) zur Erweiterung des Betriebsfensters
5.3 Spektrale Überlappung und Frequenzbereiche
Unterschiedliche Entladungsschwellen und Resonanznetzwerke können überlappende Betriebsbänder ergeben (oft im Kilohertz-Bereich für repräsentative Regime). Das Ziel der Überlappung ist es, die Empfindlichkeit gegenüber Drift in einem einzelnen Resonanzmodus zu reduzieren und den stabilen Betriebsbereich unter Komponentenalterung und thermischer Variation innerhalb definierter Grenzen zu erweitern.
5.4 Mechanismus der Drift-Toleranz
Wenn Elektroden und Komponenten altern, können Zündschwellen und effektive Impedanzen driften. Bei mehreren Kanälen und überlappenden Betriebsbändern kann das System funktionalen Betrieb ohne häufige Nachstimmung beibehalten. Dies ist keine absolute „Selbstkompensation“, sondern vielmehr eine Strategie, die die Empfindlichkeit gegenüber Drift reduziert und Betriebstoleranz innerhalb der Design-Hüllkurve bietet.
6. Leistungsmerkmale und Effizienz
6.1 Leistungssteigerungsparameter bei Kanalskalierung
Repräsentative experimentelle Beobachtungen (wenn verfügbar) können verbesserte Pulsformung und reduzierten Stress pro Kanal zeigen, wenn die Anzahl der Entladungspfade zunimmt. Jede zitierte „Effizienz“ muss jedoch die Bilanzierungsgrenze definieren.
- Pulsfrontverhalten: In einigen Konfigurationen kann eine erhöhte Kanalanzahl die Anstiegszeit pro Kanal und den Spitzenstress durch Lastverteilung reduzieren.
- Energieumwandlung innerhalb der Entladungskanäle: Effizienzaussagen müssen sich auf eine definierte Subsystemgrenze beziehen (z.B. Umwandlung gespeicherter Energie innerhalb des Entladungsnetzwerk-Pfads) und müssen explizit Starter-/Konditionierungsleistung, Steuerelektronik und externe Verluste ausschließen, es sei denn, sie werden berücksichtigt.
- Spektralverhalten: Mehrkanalbetrieb kann spektrale Dichte verbreitern und Jitter in Zündzeiten reduzieren, wenn die Synchronisation gut kontrolliert ist.
6.2 Zuverlässigkeit und Langlebigkeit
Im Vergleich zu klassischen riemengetriebenen oder scheibengetriebenen Maschinen kann eine vollelektronische Mehrkanal-Architektur mechanische Verschleißmechanismen reduzieren. Wartung und Langlebigkeit hängen von Komponentenauswahl, Thermomanagement, Isolationsintegrität, Kontaminationskontrolle und Elektrodendegradationsraten ab.
7. Vergleichende Analyse elektrostatischer und resonanter Systemgenerationen
| Merkmal | Wimshurst (frühe 1880er) | Van de Graaff (1931) | Kapazitiv / MEMS elektrostatisch (2000er) | VENDOR (2024) |
|---|---|---|---|---|
| Architektur | Zweischeiben-Influenzmaschine | Einweg-Riementransport | Kapazitätsmodulation | Mehrkanal-Puls-Resonant mit kontrollierten Schwellen |
| Bewegliche Komponenten | Ja | Ja | Normalerweise nicht (außer vibrierende Strukturen in Harvestern) | Nein |
| Umwandlungseffizienz | Architekturabhängig | Architekturabhängig | Oft 70–85% unter spezifizierten Annahmen | Grenzdefinierte Entladungsnetzwerk-Umwandlungseffizienz (wenn verwendet) |
| Maximalspannung | Zehntausende kV | MV-Bereich (designabhängig) | Typischerweise 10–50 kV (designabhängig) | kV-Niveau pro Kanal; kombiniert über Architektur |
| Frequenzbereich | Niedrig (mechanisch) | Niedrig (mechanisch) | Variabel | Typischerweise kHz-Bereich Betriebsbänder (implementierungsabhängig) |
| Skalierbarkeit | Begrenzt | Begrenzt durch mechanische und Corona-Einschränkungen | Gut (Arrays) | Ausgelegt für modulare Skalierung (vorbehaltlich Synchronisations- und thermischer Grenzen) |
| Widerstand gegen Parameterdrift | Niedrig–mittel | Niedrig–mittel | Mittel | Ausgelegt für Drift-Toleranz über Überlappung (innerhalb von Grenzen) |
| Benötigt Anfangsleistung / Vorspannung | Mechanischer Antrieb erforderlich | Mechanischer Antrieb erforderlich | Oft Vorspannung/Konditionierung und Leistungselektronik erforderlich | Benötigt initiierende Quelle (Starter / Konditionierung / Steuerleistung) |
| Benötigt Batterien | Nein | Nein | Manchmal (Systemebene), oft nicht zwingend | Optional (Starter kann Batterie oder andere Versorgung sein) |
8. Theoretische Rechtfertigung der VENDOR-Vorteile
8.1 Spektralansicht von Mehrfach-Resonanzsystemen
In einer Spektralansicht kann das System als ein Satz paralleler Resonanzpfade modelliert werden. Eine vereinfachte Darstellung verwendet parallele LC-Resonatoren indiziert durch Kanal i:
Wenn die effektiven Betriebsbänder der Kanäle überlappen, kann das zusammengesetzte System funktionale Resonanzabdeckung trotz Drift einzelner Parameter aufrechterhalten. Eine qualitative Überlappungsbedingung kann ausgedrückt werden als:
Diese Aussage wird als ingenieurtechnisches Kriterium für Drift-Toleranz und Regimepersistenz verwendet, nicht als Beweis für Energiegewinn.
8.2 Zuverlässigkeit durch partielle Redundanz
Aus Zuverlässigkeitsperspektive kann ein Mehrkanalsystem partielle funktionale Redundanz aufweisen. Wenn ein Minimum von m Kanälen für fortgesetzten Betrieb erforderlich ist und Kanäle nur als erste Näherung unabhängige Ausfallwahrscheinlichkeiten haben, kann die Systemzuverlässigkeit unter Verwendung standardmäßiger Redundanzformulierungen modelliert werden. Jedes numerische Zuverlässigkeitsbeispiel muss explizit Unabhängigkeitsannahmen und Ausfallmodi angeben; reale Systeme können korrelierte Ausfälle zeigen (thermisch, Kontamination, Isolationsdurchschlag), die experimentell bewertet werden müssen.
8.3 Einhaltung der Gesetze der Thermodynamik
Das VENDOR-System wird als konsistent mit der Thermodynamik unter der offenen-System-ingenieurtechnischen Interpretation präsentiert: Energie am Ausgang muss auf identifizierte Quellen innerhalb der gewählten Systemgrenze zurückführbar sein, und Verluste müssen berücksichtigt werden.
Erster Hauptsatz (Energieerhaltung): An die Last gelieferte Energie stammt aus einer oder mehreren initiierenden/aufrechterhaltenden Quellen (Starter, Konditionierungsversorgung, Steuerelektronikleistung und jede explizit modellierte Umweltkopplung, wenn behauptet und verifiziert) und wird zwischen nützlichem Ausgang und Verlusten (Wärme, Strahlung, Leckage, Rekombination usw.) verteilt.
Zweiter Hauptsatz (Entropie): Jeder Betriebszyklus beinhaltet dissipative Prozesse, die zu positiver Entropieerzeugung führen. Eine zitierte „Effizienz“ kann sich nur auf eine definierte Subsystemgrenze beziehen (z.B. Entladungsnetzwerk-Umwandlung gespeicherter Energie) und eliminiert nicht die Notwendigkeit einer vollständigen Systemenergiebilanzierung.
Keine Perpetuum-Mobile-Behauptung: Das System benötigt initiierende/aufrechterhaltende Eingabe und kann nicht als unbegrenzt ohne externe Energiequelle innerhalb der deklarierten Bilanzierungsgrenze betrieben interpretiert werden.
9. Einschränkungen und Anwendbarkeitsgrenzen
9.1 Betriebseinschränkungen
- Starter-/Konditionierungsqualität: Initialisierung und Regimeeintritt erfordern eine stabile und wiederholbare initiierende Versorgung; Rauschen oder Instabilität können die Synchronisation beeinträchtigen.
- Geometrie und Isolation: Zwischenspaltenabstände und Isolationsdesign müssen parasitäre Entladungen und Leckagen verhindern; Toleranzen können strenger sein als bei klassischen Maschinen.
- Umweltempfindlichkeit: Luftfeuchtigkeit, Druck und Temperatur beeinflussen Corona-/Entladungsverhalten, Resonanzparameter und Schwellen.
- Thermische Last: Temperaturkoeffizienten von Komponenten können Resonanzfrequenzen verschieben; Drift-Toleranz über Überlappung existiert nur innerhalb definierter Design-Margen.
9.2 Skalierbarkeit und praktische Einschränkungen
- Synchronisationskomplexität: Jeder zusätzliche Kanal kann die Synchronisationskomplexität und Kopplungsverwaltungsanforderungen erhöhen.
- Nichtlineare Wechselwirkungen: Jenseits bestimmter Kanalzahlen können nichtlineare Wechselwirkungseffekte signifikant werden und müssen charakterisiert werden.
- Komponentenqualität: Parameterstreuung von Komponenten beeinflusst Regimestabilität; Präzisionskomponenten können Kosten erhöhen.
10. Patentschutz, Reproduzierbarkeit und wissenschaftliche Offenheit
VENDOR ist durch das internationale Patent WO2024209235 geschützt, das wesentliche architektonische Elemente offenlegt, einschließlich Mehrkanal-Organisation, Resonanzpfade, Entladungsspaltstruktur und Kontroll-/Synchronisationskonzepte auf patentangemessenem Niveau.
Reproduzierbarkeit unter Laborbedingungen hängt vom Zugang zu geeigneter Ausrüstung, sorgfältiger Messpraxis und ausreichender Offenlegung implementierungsspezifischen Know-hows ab. Architektonische Offenheit ermöglicht unabhängige Bewertung deklarierter Prinzipien, während kommerzielle Bereitstellung Lizenzierung erfordern kann, wenn Geschäftsgeheimnisse beteiligt sind.
11. Zukünftige Anwendungen von VENDOR
11.1 Verteilte und wartungsarme Leistungsarchitekturen
Die Architektur ist für Anwendungsfälle positioniert, in denen geringe Wartung, Modularität und Regimestabilität geschätzt werden:
- Verteilte Sensor- und Überwachungssysteme (IoT-Leistungsknoten)
- Entfernte Einrichtungen und hybride Architekturen (mit konventioneller Erzeugung und Speicherung)
- Kritische Systeme, die robusten Betrieb und minimierte Serviceereignisse erfordern
11.2 Anwendbarkeitsgrenzen und Skalierungseinschränkungen
Wichtige Klarstellung: VENDOR wird hier nicht als Ersatz für zentralisierte Kraftwerke eingerahmt. Es wird als Kandidaten-Architektur für verteilte und hybride Energiesysteme beschrieben, wo modulare Bereitstellung und Zuverlässigkeit wichtig sind. Erreichbare Leistungsskalen hängen von Thermomanagement, Isolation, Komponentenqualität und validierten Betriebsregimen ab.
11.3 Wirtschaftliche Erwägungen (hohe Ebene)
- Reduzierte Wartungsanforderungen im Vergleich zu mechanisch angetriebenen elektrostatischen Maschinen
- Potenziell geringere Betriebsinterventionen im Vergleich zu kraftstoffbasierten Generatoren in spezifischen Nischen
- Systemökonomie hängt von verifizierter Lebensdauer, Serviceintervallen und Komponentendegradationsverhalten ab
12. Diskussion und Analyse paradigmatischer Verschiebungen
12.1 Von Mechanik zu Elektronik
Die historische Entwicklung elektrostatischer Generatoren spiegelt eine Verschiebung von mechanischem Ladungstransport und Induktion zu elektronisch gesteuerter Schaltung, Resonanzformung und Schwellenkoordination wider. VENDOR wird als Teil dieser breiteren Transition eingerahmt.
12.2 Von Einzelfrequenz zu spektralem Polymorphismus
Klassische Influenzmaschinen und Riemengeneratoren arbeiten primär bei mechanisch definierten Frequenzen. Mehrkanal-Puls-Resonanz-Systeme können breiteres Spektralverhalten zeigen. Überlappende Betriebsbänder können Drift-Toleranz bieten und stabile Betriebsbedingungen erweitern, vorbehaltlich Verifikation.
12.3 Von monolithisch zu modular
Frühere elektrostatische Systeme waren oft monolithisch in der Skalierung: Erhöhung der Fähigkeit erforderte große mechanische Neugestaltung. Mehrkanal-Architekturen zielen auf modulare Skalierung ab, vorausgesetzt Synchronisations-, Isolations- und thermische Design-Einschränkungen sind erfüllt.
13. Schlussfolgerung
Der VENDOR-Generator wird als hybride Mehrkanal-Puls-Resonanz-Architektur präsentiert, die in der historischen Progression von mechanischen elektrostatischen Maschinen zu elektronisch gesteuerten Resonanzsystemen situiert ist.
Hauptpunkte:
- Architektur: Mehrkanal-Puls-Resonanz-Struktur mit Schwellendiversität und verwalteter Kopplung.
- Effizienz (grenzdefiniert): Jede Effizienzaussage muss als Entladungsnetzwerk-Umwandlung innerhalb einer spezifizierten Subsystemgrenze interpretiert werden, nicht als Gesamtsystemeffizienz ohne vollständige Systembilanzierung.
- Zuverlässigkeitsabsicht: Partielle Redundanz und Überlappung können Drift-Toleranz verbessern, aber korrelierte Ausfallmodi müssen experimentell bewertet werden.
- Physik-Konformität: Die Narration ist thermodynamisch konservativ: keine Perpetuum-Mobile-Behauptung; Energiebilanzierung muss explizit und vollständig für jede Leistungsbehauptung bleiben.
- Wissenschaftliche Haltung: Patentoffenlegung unterstützt architektonische Überprüfung; rigorose Messung und reproduzierbare Protokolle sind für unabhängige Validierung erforderlich.
Anwendbarkeitsgrenzen:
- Verteilte und hybride Systeme, wo Modularität und geringe Wartung primäre Ziele sind
- Anwendungen, die robuste Regimekontrolle und reduzierte Serviceabhängigkeit erfordern
Zukünftige Richtungen:
- Validierte Regimecharakterisierung unter variierenden Umweltbedingungen
- Skalierungsstudien mit thermischer und Isolationstechnik
- Standardisierte Schnittstellen für Bereitstellung in verteilten Systemen
Bibliographische Referenzen
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- Wimshurst, J. (1880s). Influence machine development and historical descriptions. General background material: https://en.wikipedia.org/wiki/Wimshurst_machine
- Watson, W. (1746). Experiments and observations tending to illustrate the nature and properties of electricity. Philosophical Transactions of the Royal Society (1746). Access via the Philosophical Transactions archives.
- Кулаев, Ю. Ф., & Гордеев, Л. С. (2001). Микроэлектронные высокоэнергоемкие генераторы электрической энергии. Izvestiya RAN. Seriya fizicheskaya, 65(12), 1742–1748.
- VENDOR.energy (2024). Multi-Discharge Pulse-Resonance Generator: Architecture and Patent Disclosure WO2024209235. WIPO Patent WO2024209235: https://patentscope.wipo.int/search/en/detail.jsf?docId=WO2024209235
