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Champions of Innovation. Davos 2026. USA House. Hewlett Packard Enterprise und VENDOR.Energy

Dezentrale Energieinfrastruktur: Architektur, Sicherheit und Souveränität auf der Agenda von Davos 2026

Die Geschichte dieser Teilnahme begann am späten Dienstagabend, dem 21. Januar 2026 (Davos-Zeit), mit dem Erhalt einer VIP-Einladung von Hewlett Packard Enterprise zur Teilnahme an der geschlossenen Veranstaltung Champions of Innovation im Rahmen des USA House.

Die Einladung wurde an eine unternehmensinterne technische E-Mail-Adresse gesendet, die in keiner öffentlichen Forum-Registrierung verwendet wurde und in offenen Teilnehmerlisten nicht erschien.

Später wurde deutlich, dass dieser Einladung eine eigenständige Prüfung des Projekts durch HPE vorausgegangen war, einschließlich der Bewertung öffentlich zugänglicher Materialien, digitaler Spuren sowie der übergeordneten architektonischen Logik der Lösung. Im Davos-Kontext spiegeln solche Signale typischerweise kein Interesse an Präsentationsformat oder Narrativ wider, sondern an struktureller Tragfähigkeit – konkret daran, wie ein Projekt reale systemische Einschränkungen in den Bereichen Energie, Netze, Governance, Sicherheit und Infrastrukturresilienz adressiert.

Was Scott Bessent betonte: Wachstum, Infrastruktur und die Grenzen des aktuellen Modells

Am Rande von Davos wurde ein klarer Rahmen formuliert – ein Rahmen, der zunehmend zum Ausgangspunkt wirtschaftlicher Planung wird. In öffentlichen Stellungnahmen wie auch in geschlossenen Gesprächsrunden zeichnete sich ein breiter Konsens ab: Nachhaltiges Wachstum ist ohne Innovation nicht möglich, und Innovation kann nicht länger unabhängig von Infrastruktur existieren.

In diesem Kontext wird Innovation nicht als Nebenprodukt einer „Startup-Kultur“ verstanden und auch nicht als Abfolge isolierter technologischer Durchbrüche. Vielmehr wird sie als struktureller Mechanismus begriffen, um Schuldenrestriktionen, sinkende Produktivität und langanhaltende Stagnation zu überwinden – genau an dem Punkt, an dem Volkswirtschaften auf die physischen Grenzen bestehender Systeme stoßen.

Aus diesem Grund verlagerte sich der Fokus der Diskussionen bei Davos 2026 deutlich auf Sektoren, die traditionell als „Hintergrundindustrien“ galten, heute jedoch die Obergrenze des wirtschaftlichen Wachstums definieren:

  • Energie und Stromnetze,
  • Logistik und Lieferketten,
  • kritische Infrastruktur,
  • industrielle Systeme,
  • Sicherheit und Resilienz.

Innerhalb dieses Rahmens hört Energie auf, eine unterstützende Funktion zu sein. Sie wird zu einem infrastrukturbasierten Wachstumsfaktor, der das Entwicklungstempo aller anderen Sektoren unmittelbar prägt – insbesondere in einem Umfeld, in dem KI- und digitale Systeme über abstrakte „Software“ hinausgewachsen sind und zu skalierbaren physischen Lasten für Netze, Erzeugungskapazitäten und die gesamte Infrastruktur geworden sind.

Was Antonio Neri hervorhob: Souveräne KI, physische Grenzen und ein Weg „von innen heraus“

Vitaly Peretyachenko with Antonio Neri at the USA House during the Hewlett Packard Enterprise Champions of Innovation event at Davos 2026, discussing energy and infrastructure topics

Auf dem Davos 2026 formulierte Antonio Neri, CEO von Hewlett Packard Enterprise, einen zweiten Rahmen — nicht weniger strikt in seiner Natur — einen infrastrukturbasierten Ansatz. In seinen öffentlichen Beiträgen im Rahmen des WEF-Programms sowie in geschlossenen Sitzungen betonte er wiederholt einen zentralen Punkt:

„Geopolitik und KI sind heute untrennbar miteinander verbunden.“
Regierungen und Unternehmen verschieben den Aufbau souveräner KI-Infrastrukturen nicht länger auf eine unbestimmte Zukunft.

Die zentrale Implikation dieser Position ist, dass Regierungen und große institutionelle Akteure Infrastruktur nicht mehr in Kategorien von „irgendwann“ diskutieren. Souveräne KI-Stacks werden bereits jetzt aufgebaut, und der primäre limitierende Faktor ist weder das Konzept von KI selbst noch die reine Rechenleistung, sondern die physische Realität der Infrastruktur:

  • power — Verfügbarkeit und Stabilität der Energieversorgung,

  • cooling — thermisches Management und Wärmeabfuhr,

  • space — physischer Platzbedarf und Infrastrukturdichte,

  • compliance — regulatorische Rahmenbedingungen und Kontrollmechanismen.

In dieser Logik wird deutlich, dass die Skalierung von KI im Kern eine ingenieur- und energiegetriebene Herausforderung ist — keine softwareseitige Abstraktion.

Separat hob Neri seinen persönlichen Karriereweg hervor — nicht als Element der Selbstinszenierung, sondern als Erklärung einer langfristigen institutionellen Entwicklung. Er begann seine Laufbahn im Unternehmen in einer Call-Center-Position in Amsterdam; der Weg bis zum CEO war das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit innerhalb des Systems, des Vertrauens in die zugrunde liegende Unternehmensarchitektur und jahrzehntelanger Disziplin. Dieser Werdegang ist sowohl von Neri selbst als auch in öffentlichen Quellen dokumentiert.

Für uns ist dies keine „Motivationsgeschichte“. Es fungiert als institutionelle Metapher:

  • Infrastruktur wird über lange Zeithorizonte aufgebaut,

  • Vertrauen entsteht durch Konsistenz,

  • Reife wird durch das Durchlaufen klarer Entwicklungsstufen erreicht,

  • und Resilienz wird durch Architektur geschaffen — nicht durch die Lautstärke von Erklärungen.

Warum dieser Kontext für uns relevant war

Innerhalb dieses Rahmens wird auch der Kontext der Einladung verständlicher. Sobald sich die Diskussion von der Frage was KI leisten kann hin zu worauf sie physisch betrieben wird verschiebt, rückt zwangsläufig die Energiearchitektur in den Fokus — insbesondere in verteilten und souveränen Einsatzszenarien.

Die Strategie von HPE, aufgebaut rund um Edge-to-Cloud-Architekturen, hybride Umgebungen und souveräne Infrastrukturen, erfordert folgerichtig Energielösungen, die:

  • über verteilte Knoten skalieren statt über einen einzigen zentralen Kern,

  • auch unter Überlastbedingungen und lokalen Ausfällen resilient bleiben,

  • nah am Bedarfspunkt — am Edge — deployt werden können,

  • und als integrierter Teil einer Gesamtarchitektur gemanagt werden, nicht als isolierte Assets.

An genau dieser Schnittstelle entsteht ein Raum für inhaltliche Anschlussfähigkeit. Unsere Arbeit versteht Energie nicht als eigenständiges Produkt, sondern als architektonische Ebene — eine Ebene, die es verteilten digitalen und KI-Systemen ermöglicht, innerhalb realer physischer Infrastrukturgrenzen resilient zu bleiben.

Im Davos-Kontext ist es typischerweise diese Konvergenz von Rahmenbedingungen, die Dialoge entstehen lässt — nicht über fertige Lösungen, sondern über die strukturelle Kompatibilität von Ansätzen.

Warum diese Rahmenwerke an einem Punkt zusammenlaufen: KI → Infrastruktur → Energie → Architektur

Davos 2026 markierte eindeutig einen grundlegenden Wandel im Diskurs zwischen Unternehmensführungen, öffentlichen Institutionen und Investoren: KI hat den Status einer rein technologischen Debatte hinter sich gelassen und ist endgültig in den Bereich der Infrastruktur eingetreten.

Die Diskussion dreht sich nicht länger um Modellfähigkeiten, Rechenplattformen oder Implementierungsgeschwindigkeit. Die zentrale Frage ist zur physischen Skalierbarkeit geworden – worauf KI in der realen Welt tatsächlich läuft. In dieser Logik liefen nahezu alle Diskussionen auf eine einzige Begrenzung hinaus: Energie und Stromnetze.

Der konsistenteste Rahmen – wiederholt in Aussagen von Technologieführern, in Executive Briefings und in geschlossenen Runden – war ausgesprochen pragmatisch: Der Engpass für KI im großen Maßstab sind nicht Algorithmen oder Rechenleistung, sondern elektrische Kapazität, Netzzugang, Anschlusszeiten und die Fähigkeit der Infrastruktur, wachsende Lasten aufzunehmen.

Deshalb wird KI zunehmend als das größte Infrastrukturprojekt der modernen Ära beschrieben – mit Zeithorizonten über mehrere Jahrzehnte und einer Kapitalintensität, die mit historischen Energie- und Verkehrssystemen vergleichbar ist. In diesem Ausbau ist Energie kein unterstützendes Element, sondern der primäre begrenzende Faktor.

Parallel dazu vollzog sich ein zweiter Wandel: Der Markt bewegte sich von der Phase des KI-Hypes zur Phase des KI-ROI. Investoren, Aufsichtsräte und öffentliche Stellen fragen weniger, ob KI benötigt wird, und zunehmend, wie sie gesteuert, gemessen und in bestehende Verantwortungs- und Kontrollrahmen integriert wird. Dies hat die Nachfrage nach Lösungen verstärkt, die:

  • messbar und auditierbar sind,

  • auf Prozessebene gesteuert werden statt über Demonstrationen,

  • zuverlässig in industriellen und öffentlichen Umgebungen einsetzbar sind,

  • mit regulatorischen und Compliance-Anforderungen kompatibel sind.

Erneut kehrt der Fokus zur Infrastruktur zurück: Energie, Netze, Resilienz und Governance. Ohne diese Ebenen hört KI auf, ein Asset zu sein, und wird zu einer Quelle systemischer Risiken.

Eine dritte verstärkende Ebene ist die geopolitische Fragmentierung. In einer Welt, in der Lieferkettenresilienz und infrastrukturelle Autonomie direkten Einfluss auf die Kapitalkosten haben, ist Energieresilienz über ESG-Rhetorik hinausgewachsen und zu einem Kernelement nationaler und unternehmerischer Strategie geworden. Resilienz wird heute nicht durch Erklärungen bewertet, sondern durch Systemarchitektur.

Infolgedessen kristallisierte sich die zugrunde liegende Logik von Davos 2026 zu einer einfachen, aber kompromisslosen Abfolge:

  • KI erfordert Infrastruktur,

  • Infrastruktur erfordert Energie,

  • Energie erfordert Architektur,

  • Architektur erfordert Regeln, Standards, Governance und Sicherheit.

An diesem Punkt hört die Diskussion auf, technologisch zu sein, und wird systemisch.

Das VENDOR.Energy™-Paradigma: Dezentralisierung als Mechanismus der Resilienz, nicht als Ideologie

Vitaly Peretyachenko attending the Hewlett Packard Enterprise Champions of Innovation event at the USA House during Davos 2026

Wir verstehen Dezentralisierung weder als Verwässerung von Kontrolle noch als Gegenmodell zu zentralisierten Systemen. Im infrastrukturellen Kontext ist Dezentralisierung ein ingenieurtechnisches Instrument zur Reduzierung systemischer Risiken – keine philosophische Haltung.

Erforderlich ist der Übergang von fragilen, hierarchischen Strukturen zu topologisch resilienten Netzwerken aus Knoten, in denen der Ausfall eines einzelnen Elements nicht zur Degradation des Gesamtsystems führt. Dieser Ansatz wird seit Langem in der Telekommunikation, im verteilten Rechnen und in kritischen Systemen angewandt – und wird nun auch für die Energieinfrastruktur notwendig.

Eine korrekt konzipierte dezentrale Architektur liefert Eigenschaften, die für Staaten, Unternehmen und Infrastrukturinvestoren von zentraler Bedeutung sind:

  • Lokalisierung von Störungen statt systemweiter Kaskadenausfälle,

  • Redundanz, die in der Topologie verankert ist und nicht nachträglich hinzugefügt wird,

  • autonome Betriebsfähigkeit einzelner Zonen in Stress- und Krisenszenarien,

  • Steuerbarkeit, Beobachtbarkeit und Auditierbarkeit anstelle intransparenter „Black Boxes“,

  • die Fähigkeit, Prioritäts- und Zugriffsregeln abhängig von Lastszenarien und politischen Vorgaben zu definieren und durchzusetzen.

Ein zentrales Prinzip, das in öffentlichen Debatten häufig verloren geht, lautet: Kontrolle ist nicht gleichbedeutend mit Zentralisierung.

In modernen Infrastrukturen wird Kontrolle nicht durch eine einzelne zentrale Instanz erreicht, sondern durch verifizierbare Koordination – durch Regeln, Protokolle und architektonische Rahmenbedingungen, die es einem System ermöglichen, auch bei verteilter Struktur steuerbar zu bleiben.

Dieser Ansatz erlaubt es, Resilienz, Sicherheit und Skalierbarkeit zu verbinden, ohne zu den fragilen, monolithischen Modellen der Vergangenheit zurückzukehren.

Beyond BESS: Warum Batterien die Architektur nicht lösen — und was es tatsächlich tut

VENDOR – Champions of Innovation. Davos 2026. USA House. Hewlett Packard Enterprise und VENDOR.Energy – Clean Tech Innovation

In jüngsten infrastrukturellen Debatten werden Battery Energy Storage Systems (BESS) häufig als universelle Antwort auf Fragen der Resilienz und Flexibilität dargestellt. Wir trennen bewusst den Nutzen von BESS als Komponente von dem verbreiteten Missverständnis, BESS als architektonische Lösung zu betrachten.

BESS sind wichtig und werden auch künftig eine Rolle spielen. Ihrer Natur nach adressieren sie jedoch Pufferung – nicht die Systemarchitektur.

5.1 Grenzen von BESS als Lösungsklasse

In den meisten Standardkonfigurationen moderner BESS:

  • fügen sie einen Energiespeicher hinzu, der Lastspitzen und -täler glättet,

  • verändern sie unter typischen Integrationsmodellen die Netz-Topologie nicht und verbessern daher die strukturelle Resilienz auf Systemebene nicht,

  • beseitigen sie keine architektonischen Engpässe wie Netzanschlüsse, Leistungsflüsse, lokale Überlastungen oder kaskadierende Ausfallszenarien,

  • übernehmen sie klassenspezifische Einschränkungen, darunter die vorhersehbare Degradation der Kapazität über die Zeit (typischerweise auf 70–80 % der Nennkapazität nach 10 Jahren), eine hohe spezifische Kapitalintensität ($/kWh), Abhängigkeiten von globalen Lithium-Ionen-Lieferketten sowie geplante Austauschzyklen.

Aus systemischer Sicht führt dies zu einer klaren Schlussfolgerung: BESS verbessern die Betriebsfähigkeit einer bestehenden Architektur, erhöhen jedoch deren Resilienz nicht grundlegend. Sie wirken innerhalb vorgegebener Einschränkungen, anstatt diese selbst aufzuheben.

5.2 Von linearer Energiewirtschaft zu einer zellulären Topologie

Der Übergang zu resilienten Energiesystemen erfordert nicht eine Erhöhung der Anzahl von Puffern, sondern einen Wechsel der architektonischen Logik.

Anstelle eines linearen Modells – Zentrum → Verteilung → Verbraucher – wird eine zelluläre Topologie vorgeschlagen, in der jedes Objekt (ein Gebäude, eine Industrieanlage oder ein Infrastrukturnode) als aktive Energiezelle fungieren kann.

In einer solchen Architektur:

  • entsteht Resilienz auf der Ebene der Topologie und nicht allein durch Reserven,

  • erfolgt die Balance nicht ausschließlich über ein zentrales Element, sondern über horizontale Verbindungen zwischen den Zellen,

  • können lokale Betriebsmodi bei systemweiten Störungen autonom aufrechterhalten werden.

In unseren Materialien wird diese Logik beschrieben durch:

  • lokale Knoten (Zellen) als grundlegende Einheit,

  • ein „Waben“-Konnektivitätsmodell anstelle einer baumartigen Struktur,

  • Austausch und Balance als Funktionen der Architektur und nicht als externe Dienste einer zentralen Instanz.

Der entscheidende Wandel besteht darin, dass Resilienz zu einer Eigenschaft der Struktur wird und nicht zum Ergebnis einer kontinuierlichen Aufstockung von Reserven.

5.3 TESSLA als Koordinationslogik, VECSESS als energetische „Zelle“

In der Terminologie des Data Rooms lässt sich dieses Paradigma wie folgt beschreiben:

  • VECSESS ist ein Modul, das ein einzelnes Objekt energetisch aktiv macht – also nicht nur zum Verbrauch befähigt, sondern auch zur Teilnahme an lokalen Erzeugungs-, Stabilisierungs- und Austauschmodi.

  • TESSLA ist die Koordinationslogik, die solche Zellen verbindet und deren Interoperabilität, Regime-Kompatibilität sowie den stabilen Betrieb des Gesamtnetzes sicherstellt.

Entscheidend ist, dass Energie in diesem Modell nicht länger nur ein physischer Fluss ist. Sie wird zu einem architektonisch gesteuerten Parameter, eingebettet in Regeln, Protokolle und Betriebsmodi des Systems.

Diese Logik deckt sich unmittelbar mit der zentralen Schlussfolgerung von Davos 2026: Wenn AI und digitale Infrastrukturen souveräne physische Grundlagen und resiliente Betriebskonturen erfordern, setzen sich nicht jene Modelle durch, die lediglich eine weitere Pufferschicht hinzufügen, sondern jene, in denen Energie von Beginn an in die Systemarchitektur integriert ist.

Praktische Umsetzung: Ein offenes Netzwerk von Knoten mit VENDOR.Max als Anchor Node

6.1 VENDOR.Max als infrastruktureller Anker

In der vorgeschlagenen Architektur fungiert VENDOR.Max als grundlegender Infrastrukturknoten – ein Anchor Node –, um den herum eine vorhersehbare und steuerbare energetische Topologie aufgebaut wird.

Innerhalb dieses Architekturmodells ist VENDOR.Max vorgesehen als:

  • ein standardisierter Knoten (Baseline-Element der Architektur),

  • ein Deployment-Anker für den Aufbau eines verteilten Netzwerks,

  • eine Referenz- und Testeinheit zur Modellierung und Reproduzierbarkeit von Betriebsregimen, Lastverhalten, Spannungsqualität und Stress-Szenarien im Rahmen von Validierungs- und Zertifizierungsprogrammen.

Für institutionelle Akteure ist diese Unterscheidung entscheidend: Wert entsteht nicht durch ein einzelnes Gerät, sondern durch ein System, das formal beschrieben, zertifiziert, gesteuert und skaliert werden kann, ohne seine Vorhersagbarkeit zu verlieren.

6.2 Offene Architektur: Integration beliebiger Energiequellen – nach Netzregeln

Die vorgeschlagene Architektur ist von Beginn an (bereits in der architektonischen Entwurfsphase) als interoperabel konzipiert. Externe Energiequellen – Diesel, Gas, erneuerbare Quellen und andere – können in das Netzwerk integriert werden, sofern sie einen einheitlichen Satz von Kompatibilitätsanforderungen erfüllen.

Zentrale Bedingungen für die Einbindung in den Netzverbund sind:

  1. Elektrische Kompatibilität

    Einhaltung von IEC 61000, EN 50160 (Spannungsqualität) und IEEE 519 (Oberschwingungen); Spannungstoleranzen (±10 %) und Frequenzabweichungen (±0,2 Hz); stabile Betriebsmodi sowie Schutz- und Power-Quality-Anforderungen in Abstimmung mit dem lokalen Netzbetreiber.

  2. Betriebliche (Regime-)Kompatibilität

    Fähigkeit zum Betrieb unter Regel-, Begrenzungs- und Priorisierungsszenarien, einschließlich flexibler („Flex“-)Betriebsmodi.

  3. Korrekte Integration am jeweiligen Netzanschlusspunkt

    Keine Phasenunsymmetrien, keine Verschlechterung der Spannungsqualität, keine parasitären Leistungsflüsse und keine Entstehung lokaler Überlastungen oder infrastruktureller Hotspots.

  4. Beobachtbarkeit und Steuerbarkeit

    Telemetrie und Monitoring als zwingende Voraussetzungen für die Einbindung in den Sicherheits-, Steuerungs- und Audit-Perimeter.

  5. Protokoll-Kompatibilität

    Fähigkeit zur eindeutigen Identifikation als Netzkomponente sowie zur Einhaltung von Zugriffs-, Begrenzungs- und Prioritätsregeln.

Die zugrunde liegende Logik ist einfach und institutionell klar:

Ziel ist nicht, alles um jeden Preis anzuschließen, sondern die Systemresilienz bei wachsender Skalierung sicherzustellen.

Dies ist kein geschlossenes Ökosystem und kein „Walled Garden“.

Es handelt sich um eine offene Architektur mit formalisierten Regeln, in der Kompatibilität und Sicherheit Voraussetzungen für Wachstum sind – keine Einschränkungen.

Warum dieses Modell zur grundlegenden Architektur für Staaten, Unternehmen und Investoren wird

Auf Grundlage der Beobachtungen beim Davos 2026 hat das Konzept der Resilienz eine klare Transformation erfahren. Es ist kein optionales, ESG-dekoratives Attribut mehr, sondern zu einer operativen Kennzahl in den Entscheidungsrahmen von Regierungen und großen institutionellen Investoren geworden.

Resilienz wird heute verstanden als:

  • ein Parameter zur Bewertung von nationaler Sicherheit und energetischer Souveränität,

  • ein Bestimmungsfaktor für industrielle und technologische Wettbewerbsfähigkeit,

  • ein Einflussfaktor auf die Kosten und Verfügbarkeit von Kapital, insbesondere bei Infrastrukturprojekten,

  • eine kritische Variable für die Implementierbarkeit von KI- und digitaler Infrastruktur in missionskritischen Systemen.

Unter Bedingungen von souveräner KI, geopolitischer Fragmentierung und steigender Infrastrukturlast kann Resilienz nicht mehr allein durch Zentralisierung oder Reservekapazitäten „im Kern“ erreicht werden. Sie erfordert eine architektonische Antwort.

Genau deshalb entsteht eine nachhaltige Nachfrage nach Energiemodellen, die:

  • über verteilte Knoten skalieren statt über einzelne Megaprojekte,

  • durch Protokolle und formale Regeln gesteuert werden und nicht durch ad-hoc-Ausnahmen,

  • Stressszenarien ohne kaskadierende Ausfälle standhalten,

  • sich in bestehende Infrastruktur integrieren, anstatt deren vollständigen Ersatz zu erfordern,

  • systemische Resilienz durch Topologie schaffen und nicht durch einen überdimensionierten zentralen Knoten.

Für Staaten bedeutet dies eine Reduktion systemischer Risiken und eine bessere Steuerbarkeit kritischer Infrastruktur.

Für Unternehmen bedeutet es Vorhersagbarkeit bei der Implementierung, regulatorische Kompatibilität und Schutz operativer Systeme.

Für Investoren bedeutet es geringere Volatilität, klarere Risikobewertung und langfristige Reproduzierbarkeit des Modells.

In diesem Kontext ist eine dezentralisierte, aber protokollgesteuerte Energiearchitektur keine alternative Option mehr.

Sie entwickelt sich zum grundlegenden Infrastrukturmuster für die nächste Phase der digitalen und industriellen Transformation.

Ausblick

Wir sind dankbar für das Niveau des Dialogs, das im USA House während des Davos 2026 ermöglicht wurde.

Diese Erfahrung bestätigte eine praktische Realität, die auf dem Davos 2026 von Führungskräften von Hewlett Packard Enterprise, dem USA House sowie Vertretern des Infrastrukturkapitals artikuliert wurde: Die globale Agenda verschiebt sich hin zu einem Modell, in dem Energie, KI und Sicherheit nicht durch Schlagworte, sondern durch Infrastrukturphysik miteinander verbunden sind. In diesem Modell ist der entscheidende Faktor nicht mehr die isolierte Leistungskapazität, sondern die Architektur — eine Architektur, die langfristig Resilienz, Steuerbarkeit und skalierbare Leistungsfähigkeit gewährleistet.

Für uns ist dies eine Bestätigung der eingeschlagenen Richtung: Energie als architektonische Herausforderung zu begreifen, bei der Resilienz nicht durch isolierte Einzelmaßnahmen entsteht, sondern durch Topologie, formale Regeln und die koordinierte Interaktion von Knoten.

Wir bleiben weltweit offen für Dialog und Zusammenarbeit — mit Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, staatlichen Stellen und Technologiepartnern. Die Entwicklung kritischer Infrastrukturen erfordert eine breite, mehrschichtige Kooperation und gemeinsame ingenieurtechnische Verantwortung.

Kontakt

Für Gespräche zu Partnerschaften, Pilotprojekten, Forschungsprogrammen oder Infrastrukturinitiativen nutzen Sie bitte die auf dieser Website angegebenen Kontaktkanäle.

Haftungsausschluss

Die Teilnahme an der Veranstaltung Champions of Innovation impliziert weder eine Billigung noch eine Partnerschaft, eine Einbindung in offizielle Programme oder das Bestehen kommerzieller Vereinbarungen mit Hewlett Packard Enterprise, dem USA House, dem U.S. Department of Commerce oder den genannten Personen. Die in diesem Material geäußerten Ansichten stellen ausschließlich die Position von VENDOR.Energy dar und basieren auf öffentlichen Stellungnahmen sowie offenen Diskussionen, die während des WEF Davos 2026 geführt wurden.