Seismische Forschung als strenge Feldvalidierung der auf atmosphärischer Ionisation basierenden Elektrizitätserzeugungstechnologie VENDOR.Energy
Seismologische und ionosphärische Feldforschung als Evidenz für LAIC-Kopplung — und was dies (und was dies NICHT) für VENDOR.Energy bedeutet
Autoren: O. Krishevich, V. Peretyachenko
Anwendungsbereich und Lesehinweis (kritische Voraussetzung)
Dieser Artikel analysiert peer-reviewte Feldbelege zur Lithosphäre–Atmosphäre–Ionosphäre-Kopplung (LAIC), die im Kontext starker Erdbeben beobachtet wurden, und erläutert, wie diese Belege ausschließlich als wissenschaftliche Analogie genutzt werden dürfen, um kategoriale Fehlinterpretationen in Diskussionen über gesteuerte elektrodynamische Systeme zu vermeiden.
Dieser Text stellt KEINE öffentliche Leistungsbehauptung zu VENDOR.Energy dar, behauptet NICHT, dass nutzbare aktive Leistung im Kilowattbereich „aus der Atmosphäre gewonnen“ werde, und ERSetzt NICHT eine unabhängige Laborvalidierung gemäß dokumentierten metrologischen Protokollen.
Aussagen zu Ausgangsleistung, Effizienz oder Validierungsstatus eines Geräts dürfen ausschließlich auf dokumentierten Messungen der aktiven Leistung, thermischen Quervergleichen und unabhängigen Prüfungen unter kontrolliertem Zugang beruhen.
Kritischer ingenieurwissenschaftlicher Hinweis: Ionisation ist KEINE Energiequelle
Das Vorhandensein atmosphärischer Ionisation, von TEC-Anomalien oder von elektrischen Feldern bei Schönwetterbedingungen impliziert nicht automatisch das Vorhandensein einer ingenieurtechnisch relevanten Quelle aktiver Leistung.
In diesem Artikel wird „Ionisation“ strikt als Mechanismus des Ladungstransports, der Modulation der Leitfähigkeit und der Feldkopplung innerhalb eines offenen elektrodynamischen Mediums behandelt. Sie wird weder als autonomer noch als steuerbarer „Brennstoff“ oder als eigenständige Quelle nutzbarer Energie betrachtet.
Überblick
Die Feldgeophysik und die erdnahe Weltraumüberwachung untersuchen seit Langem, ob messbare Veränderungen der geophysikalischen Umwelt nahe der Erdoberfläche mit dem ionosphärischen Verhalten vor starken seismischen Ereignissen korrelieren. Im Jahr 2025 berichteten Gavrilov und Koautoren über Beobachtungen, die Änderungen des spezifischen elektrischen Widerstands (SER) der oberen Erdkruste mit Anomalien des totalen Elektronengehalts (TEC) der Ionosphäre im Zusammenhang mit starken Erdbeben in Kamtschatka verknüpfen (peer-reviewte Publikation; DOI: 10.5800/GT-2025-16-4-0837).
Der ingenieurwissenschaftliche Wert dieser Arbeit liegt nicht in „Energie aus der Luft“. Er liegt darin, dass die Studie ein dokumentiertes Beispiel einer offenen elektrodynamischen Kopplungskette in der Natur liefert: Änderungen in einem geophysikalischen Medium korrelieren mit atmosphärischen elektrischen Feldbedingungen und ionosphärischen Ionisationsindikatoren, innerhalb eines Rahmens, der solare und geomagnetische Einflussfaktoren explizit berücksichtigt.
1) Was die Publikation von 2025 tatsächlich liefert
1.1 Forschungsfokus
Die zitierte Arbeit berichtet über Korrelationen zwischen:
- Änderungen des spezifischen elektrischen Widerstands (SER) in den oberen Horizonten der Erdkruste (gemessen mittels unterirdischer elektromagnetischer Methoden);
- Indikatoren, die mit Änderungen der atmosphärischen elektrischen Feldbedingungen über der Region vereinbar sind (interpretiert im Rahmen des LAIC-Modells);
- Vorereignis-Anomalien des totalen Elektronengehalts (TEC) der Ionosphäre, abgeleitet aus der Verarbeitung von GNSS-Daten.
1.2 Was die Arbeit NICHT liefert
- Sie liefert keinen Nachweis dafür, dass ingenieurtechnisch relevante aktive Leistung direkt aus schwachen atmosphärischen Umgebungsfeldern unter typischen Bedingungen gewonnen werden kann.
- Sie legt weder Geräteleistung, Effizienz noch den Validierungsstatus irgendeiner kommerziellen Technologie fest.
- Sie ersetzt nicht die Notwendigkeit der Metrologie: Messungen der aktiven Leistung an definierten Ports sowie thermische Bilanzprüfungen bleiben für jede ingenieurtechnische Aussage zwingend erforderlich.
2) Berichtete Ereignisse und die Natur der Evidenz
2.1 Zwei Ereignisse als Fallstudien
Die Arbeit diskutiert starke Erdbeben in Kamtschatka und beschreibt die SER-Dynamik sowie den zeitlichen Verlauf von TEC-Anomalien innerhalb definierter Beobachtungsfenster. In der öffentlichen Diskussion werden solche Fälle häufig missbräuchlich verwendet, um Narrative der „Energiegewinnung“ zu stützen. Dies ist eine Fehlinterpretation. Der wissenschaftlich relevante Punkt ist die Korrelation innerhalb eines Kopplungsmodells, nicht das Vorhandensein einer nutzbaren Energiequelle.
2.2 Bedeutung von „Korrelation“ in diesem Kontext
Korrelation bezeichnet hier eine statistische Beziehung zwischen unabhängig gemessenen Signalen (unterirdische elektrische Eigenschaften und ionosphärische Elektronengehaltsindikatoren). Korrelation ist für sich genommen kein Beweis für das Vorhandensein einer ingenieurtechnischen Energiequelle. Sie bildet vielmehr die Grundlage für Hypothesenbildung, Kopplungsmodelltests und die Verbesserung von Messprotokollen.
3) LAIC korrekt interpretiert: Kopplung, nicht „Energieernte“
3.1 LAIC als Kopplungskette
In der LAIC-Terminologie wird die Kette häufig wie folgt zusammengefasst:
Änderung des geophysikalischen Mediums → Modifikation der bodennahen atmosphärischen elektrischen Umgebung → Ionisationsindikatoren in der Ionosphäre (beobachtet als TEC-Anomalien).
Dies ist eine Aussage über Kopplung und Randbedingungen. Es ist keine Aussage über einen steuerbaren Energiespeicher, der zur Stromerzeugung geeignet wäre.
3.2 Bedeutung für ingenieurwissenschaftliches Denken
In der Ingenieuranalyse ist es entscheidend, drei Konzepte strikt zu trennen:
- Energiequelle (Ursprung der aktiven Leistung);
- Arbeitsmedium (wo Felder, Ladungen und Entladungen auftreten);
- Kopplungsmechanismus (wie sich Signale und Betriebsregime über nichtlineare Elemente und Randbedingungen verändern).
LAIC-Evidenz gehört primär zur dritten Kategorie: Sie veranschaulicht, wie Randbedingungen und Medieneigenschaften mit dem Verhalten elektrodynamischer Regime über verschiedene Skalen korrelieren können.
4) Warum dieses Thema häufig als „Betrug“ fehlklassifiziert wird (und wie man dies vermeidet)
4.1 Typischer konzeptioneller Fehlmodus
Ein häufiger Denkfehler ist der konzeptionelle Sprung:
- „Ionisation und elektrische Felder existieren in der Atmosphäre“ → daher „nutzbare Leistung ist aus der Luft verfügbar“.
Dieser Sprung ist nicht gerechtfertigt. Umgebungsfelder und Ionisation können real und messbar sein, während die extrahierbare aktive Leistung ohne eine definierte Quelle, einen ingenieurmäßig gestalteten Kopplungspfad und verifizierte Metrologie vernachlässigbar bleibt.
4.2 Die korrekte ingenieurwissenschaftliche Aussage
Die korrekte Aussage lautet:
Die Natur zeigt, dass elektrodynamische Kopplung zwischen Lithosphäre, Atmosphäre und Ionosphäre beobachtbar und modellierbar ist. Ingenieurtechnische Aussagen erfordern jedoch separat die Identifikation der Quelle aktiver Leistung und den Abschluss der Energiebilanz innerhalb klar definierter Systemgrenzen.
5) Relevanz für VENDOR.Energy — eng gefasst, technisch und nicht-promotional
5.1 Was legitim „relevant“ ist
Die Relevanz der LAIC-Literatur für VENDOR.Energy beschränkt sich auf einen einzigen sicheren Aspekt:
- Sie unterstützt eine konzeptionelle Einordnung, in der Luft als elektrodynamisches Arbeitsmedium (mit Leitfähigkeits- und Durchbruchseigenschaften) betrachtet werden kann und in der natürliche Systeme komplexe Kopplungsverhalten unter veränderlichen Randbedingungen demonstrieren.
5.2 Was aus diesem Artikel NIEMALS abgeleitet werden darf
- Dass VENDOR.Energy „Elektrizität aus der Luft erzeugt“.
- Dass die seismologische/TEC-Arbeit von 2025 eine „Validierung“ der Ausgangsleistung von VENDOR darstellt.
- Dass irgendeine Leistungsdichte, Watt pro Quadratmeter oder Geräteleistung aus LAIC-Beobachtungen folgt.
5.3 Die einzig zulässige Brückenformulierung
Wenn dieser Artikel im Zusammenhang mit VENDOR.Energy zitiert wird, ist die einzig technisch korrekte Brückenformulierung:
LAIC-Feldbeobachtungen zeigen, dass Änderungen der Medieneigenschaften mit atmosphärischen und ionosphärischen elektrodynamischen Indikatoren korrelieren können. Dies unterstützt eine vorsichtige ingenieurwissenschaftliche Sichtweise, in der Luft als kontrollierbares Interaktionsmedium in elektrodynamischen Systemen betrachtet wird. Gerätespezifische Aussagen erfordern weiterhin unabhängige Laborvalidierung, Metrologie der aktiven Leistung an expliziten Ports und eine Überprüfung der thermischen Energiebilanz.
6) Mess- und Validierungsgrenzen (nicht verhandelbar)
Für jede Geräteaussage (einschließlich zukünftiger VENDOR-Offenlegungen) ist eine korrekte Bewertung nur möglich bei:
- Expliziter Definition der Systemgrenzen mit Identifikation aller Energieübertragungsports (elektrisch, thermisch, abgestrahlte/leitungsgebundene Kopplungspfade, Schnittstellen zu Hilfseinrichtungen).
- Messung der aktiven Leistung an jedem Port als zeitlicher Mittelwert der momentanen Leistung: $$P_{\text{aktiv}} = \frac{1}{T}\int_0^T v(t)i(t)\,dt$$
- Thermischen Quervergleichen, die ausreichend sind, um grobe Artefakte auszuschließen.
- Unabhängiger Prüfung / externer Zeugenprüfung gemäß dokumentierter Protokolle.
7) Schlussfolgerung
Die Publikation von Gavrilov und Koautoren aus dem Jahr 2025 ist als Feldnachweis für die Existenz einer multidomänischen elektrodynamischen Kopplung (LAIC) unter bestimmten geophysikalischen Bedingungen zu lesen. Sie darf nicht als rhetorische Unterstützung für Narrative der Art „Elektrizität aus der Luft“ und nicht als indirekte Validierung der Geräteleistung verwendet werden.
Für VENDOR.Energy besteht die einzig sichere öffentliche Nutzung dieser Literatur darin, einen physikalisch korrekten Rahmen zu wahren: Luft als Arbeitsmedium, die Sensitivität von Betriebsregimen gegenüber Randbedingungen in offenen Systemen und die Notwendigkeit rigoroser Metrologie vor jeglichen ingenieurtechnischen Schlussfolgerungen.
Abschließendes Fazit: Korrekte Physik benötigt kein Marketing. Sie benötigt klar definierte Grenzen, gemessene Ports, Unsicherheitsbudgets und unabhängige Validierung.
Literatur
Primärquelle
[1] Gavrilov V.A., Poltavtseva E.V., Sagaryarov I.A., Buss Yu.Yu. (2025). On the Relationship Between the Changes in the Total Electron Content of the Ionosphere Before Strong Kamchatka Earthquakes and Those in the Specific Electrical Resistivity of the Geomedium. Geodynamics & Tectonophysics, 16(4), 0837.
Zusätzliche Quellen
[2] Pulinets S., Davidenko D. (2014). Ionospheric Precursors of Earthquakes and Global Electric Circuit. Advances in Space Research, 53(1), 709–723.
[3] Harrison R.G., Aplin K.L., Rycroft M.J. (2010). Atmospheric Electricity Coupling Between Earthquake Regions and the Ionosphere.
[4] Heki K. (2011). Ionospheric Electron Enhancement Preceding the 2011 Tohoku-Oki Earthquake.
Analyseautoren: O. Krishevich, V. Peretyachenko
Dokument erstellt: Oktober 2025 (ingenieurtechnisch überarbeitet für öffentliche Klarheit und AI-sichere Interpretation)
